Kaum jemand kann sagen, wie es passiert ist.

 

 

Was genau passiert ist.

 

 

Doch das verheißungsvolle Flüstern in den Köpfen der Menschen wird immer lauter.

 

 

 

 

Ihre inneren Dämonen beginnen ein Eigenleben zu führen.

Ihr Versprechen an die Menschen, welche ein Zusammenleben mit ihnen akzeptieren:

Macht, Glück, Zufriedenheit.

Ihr Nutzen daraus: Dem inneren Drang nach zu gehen, göttlich zu werden. Auch wenn sie selbst nicht erfassen können, was das für sie im Endeffekt heißen mag.

Viele Menschen nutzen sofort die aufkommende Chance und willigen ein. Und werden fortan von den behaupteten „Ungebrochenen“, welche weiterhin die Mehrheit der ausgedünnten Bevölkerung bilden, mit Verachtung gestraft.

 

In Trauer und Wut nach Hilfe suchend, gaben sie sich in die Hände ihrer inneren Dämonen. Die Konsequenzen lagen dabei klar auf der Hand, doch war das Gewicht hinter der Verzweiflung nur schwer abzuschätzen.

Nun müssen sie mit den Folgen ihrer Entscheidungen leben, während die in anarchistische Ruinen versunkene Welt um sie herum langsam von Neuem zum Leben erwacht.

 

Nun müssen sie lernen was es wirklich heißt, ein Mensch zu sein.

 

Die Charaktere

 

 Shingeru

 

Alter: 22 Jahre

Geschlecht: männlich

Naturell: freundlich, introvertiert

Rasse: Mensch

Geburtstag: 16. September (Jungfrau)

Größe: 1,80m

Gewicht: 72 kg

Haarfarbe: schwarz mit weißer Strähne

Augenfarbe: gelb

innerer Dämon: Lilith
Fraktion/Organisation: „Anima“

 

 

Shingeru ist eine treue Seele mit einem uneingeschränkten Hilfsbedürfnis gegenüber seinen Freunden und Vertrauten, welcher noch immer seinen Platz im Leben sucht. Aufgrund seines zerrütteten Familienhauses fällt es ihm schwer das Konzept von „zu Hause“ und Geborgenheit richtig zu greifen. Seine Mutter schob alle Schuld für die Fehlentscheidungen in ihrem Leben auf ihn. Sein Vater ignorierte jede Handgreiflichkeit und jeden schlechten Aspekt im Leben seines Sohnes für eine in seiner Realität perfekt harmonische Welt. In der Schule war er aufgrund von Gerüchten gegenüber seines Elternhauses sowie seiner passiven Art ein Außenseiter. Alles in allem fehlte ihm zum Ausbrechen aus seinen immer enger werdenden Lebensverhältnissen nur noch ein kleiner Anstoß von außen, welcher er mit Hilfe von Kaiko bekam. Er floh von zu Hause und verbrachte das erste Jahr seines neuen Lebens auf der Straße – lernte für sich selbst zu sorgen, sowie viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Geschichten und Ansichten kennen.

Diese Erfahrungen machten ihn zu einem offeneren und selbstbewussteren Menschen, welches nun genauere Vorstellungen vom eigenen Leben hat.

 

Nachdem er der Anima beigetreten ist, schließt er einen Pakt mit seinem inneren Dämonen Lilith, zu welcher er ein sehr angespanntes Verhältnis aufbaut. Sie konfrontiert ihn des Öfteren mit seinen schlechten Eigenschaften, seiner Vergangenheit und vor allem seinem Hang zur (immateriellen) Obsession, welchen er selbst nicht wahr haben möchte. Er wünscht sich tief in seinem Innerenn nur ein zu Hause – einen Ort, an den er sich zurückziehen, in ruhe Leben und geliebt werden kann - ohne Bedingungen und ohne Zwang. Er weiß, dass er solch ein Leben in der Anima nicht finden wird – nicht so wie er sich das vorstellt – doch sieht er diese Organisation als einen guten Anfang für dieses Vorhaben.

Kaiko

 

 Alter: 21 Jahre

Geschlecht: weiblich

Naturell: distanziert, hitzig

Rasse: Mensch

Geburtstag: 4. November (Skorpion)

Größe: 1,70

Gewicht: 65 kg

Haarfarbe: schwarz

 Augenfarbe: Grün

 innerer Dämon: Gierra

 Fraktion: „Anima“ (Seele)

 

 

Kaiko wird schnell als arrogant und herrisch wahrgenommen. Ihre Art gerne Probleme laut auszusprechen, auch mit dem Wissen dass ihr vorlautes Mundwerk zu Problemen und Missverständnissen führen kann, kann dabei einer der Gründe für diese Annahme sein. Sie lässt sich nicht gerne, vor allem von Fremden, anfassen. Gleichzeitig hat sie allerdings nichts dagegen ihre Argumente schlagkräftig zu unterstreichen. Besonders wenn sie (wieder mal) auf ihr Geschlecht reduziert wird.

Kaiko leidet unter  Verlustängsten und Vertrauensproblemen, was durch mangelnde Erfahrung in einem allgemein ungeschicktem Umgang mit Menschen mündet.

Ihre Spezialitäten im Orden sind Attentate und Spionage.

Kaiko hat eine Vorliebe für guten Alkohol und gewissenhaft zubereitetes Essen. In Kombination mit ihrem regen Interesse für die Kulturen ihrer Welt, ergibt sich eine allgemeine Reiselust.

Im Grunde ihres Herzens ist sie äußerst fürsorglich was ihre Freunde anbelangt. Allein und tatenlos gelassen, versinkt sie schnell in melancholische Gedanken. Jedoch hat sie im Laufe ihres Lebens schnell gelernt, dass diese nach Außen zu tragen sie selbst nicht weiterbringt.

Kaiko hat ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zu ihrem inneren Dämonen Gierra: Auf der einen Seite schätzt sie seine Ansichten und Intelligenz, auf der anderen erträgt sie seine dominante und egozentrische Art nicht. Sie hasst es die meiste Zeit in ihrer Beziehung am kürzeren Hebel zu sitzen.

Sie ist ein Mensch welcher die Dinge nimmt wie sie kommen, denn sie weiß nicht genau, was sie vom Leben und ihrer Zukunft erwarten soll. Eher noch denkt sie sogar nicht lange genug in ihrer Branche zu leben, damit sich das Nachdenken darüber lohnt. Vielleicht sei es gerade so am besten, einfach nicht über alles nachdenken zu müssen. Es lässt das Leben freier erscheinen und Freiheit ist genau das, was sie am intensivsten sucht.

 

Gierra

 (sumerischer Gott des Feuers, Lichtbringer)

 

 

Größe: 1,85m

Element: Feuer

Geschlecht: männlich

Farbe: rot

Tier: Reiher

Naturell: manipulativ, verspielt, lüstern

Lebensanschauung: Hedonismus

 

 

Gierra spiegelt den personifizierten Hedonismus wider. Sein gesamtes Sein umfasst Arten und Weisen seine Existenz spielerisch auszukosten – sei es nun in Form von Speisen, Trank, Wissen, Sex oder der Befriedigung anderer gerade im Vordergrund stehender Gelüste. In seinen Augen ist die eigene Existenz zu wertvoll um sie mit Kummer oder Zweifeln zu füllen und das Geschenk des eigenen Willens zu kostbar um sich gesellschaftlichen Regeln unterordnen zu lassen. Wenn er etwas möchte, nimmt er es sich. Nicht wirklich durch Gewalt, sondern viel mehr durch Manipulation.

Gierra ist ein sehr gerissener Dämon, welcher sich effektiv zu artikulieren weiß. Trotz seiner Egozentrik hilft er gerne denen, welche ihn um Rat bitten – entweder weil er daraus seinen späteren Vorteil ziehen kann, oder weil es ihm schlichtweg Freude bereitet, sich dadurch zu profilieren. Seine Hilfsbereitschaft muss allerdings nicht immer in Wohlwollen enden. In einigen Situationen musste Kaiko bereits explizit und schmerzhaft erfahren, wie er seine Lektionen auch durch negative Beispiele durchdrückt. Seine Art ihr Gegenüber schwankt stets zwischen dominant und zuvorkommend.

Wie die meisten Dämonen weiß auch er allerdings nicht, warum er das innere Bedürfnis hegt, göttlich zu werden. Er kann das widersprüchliche Konzept einfach nicht erfassen, egal wie oft er darüber philosophiert.